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29.10.2016

Schüleraustausch Gebhardshain – Fécamp: Der Beginn einer neuen Freundschaft

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Westerwaldschule Gebhardshain im April die französischen Austauschschüler des Collège Georges Cuvier begrüßen durften, fand im Oktober der Gegenbesuch in der schönen Stadt Fécamp in der Normandie statt.

Am 1. Oktober starteten 24 gut gelaunte Schüler mit ihren begleitenden Lehrern Jennifer Seiler, Sebastian Zöller und Matthias Kärcher die Busreise mit der Firma Orthen nach Frankreich.

Busfahrer Albert, unser vierter „Lehrer“, ließ seine Fahrgäste an seinem kulturellen Interesse teilhaben und zeigte ihnen schon auf der Hinreise die wunderschöne Kathedrale von Amiens.

Nach elf Stunden Fahrt erreichten die Schülerinnen und Schüler erschöpft, aber frohen Mutes Fécamp.

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Begrüßt wurden sie von ihren Austauschschülern, deren Eltern, dem Direktor des Collège Herrn Christophe Mollet und dem dortigen Deutschlehrer Herrn Emmanuel Ribot. Nach einem halben Jahr freuten sich alle, ihre Austauschpartner wiederzusehen und deren Elternhäuser kennenzulernen.

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Das Wochenende verbrachten die Deutschen in ihren Gastfamilien. Für viele eine sehr ungewohnte Situation: das erste Mal alleine weit weg von zu Hause, kleinere Wohnungen, anderes Essen und eine Sprachbarriere.

Sonntags zeigten die Gastfamilien den deutschen Austauschschülern die wunderschöne Normandie. Sie waren begeistern von den tollen Kreidefelsen, dem kleinen Hafen in Fécamp und vor allem vom schönen Strand – ein paar Schülerinnen und Schüler hatten sogar von ihrem Zimmer aus Meerblick.

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Montags lernten die deutschen Gäste die französische Partnerschule kennen und nahmen am Unterricht teil. Auch wenn sich bezüglich der Unterrichtsräume und Unterrichtsstunden deutliche Unterschiede zur eigenen Schule zeigten, schwebte ihr Blick immer wieder Richtung Fenster, aus dem man das Meer und die Kreidefelsen sehen konnte. Das Mittagsessen wurde gemeinsam mit den Corres in der Schulkantine eingenommen.

Nach einem Kletterabenteuer im Woodypark trafen sich viele der Jugendlichen noch privat am Strand, bei einer bekannten Fastfood-Kette oder einfach bei anderen französischen Austauschpartnern zu Hause. Diese privaten Zusammentreffen brachten Deutsche und Franzosen neben den schulischen Ausflügen näher zusammen und ließen alte Freundschaften wieder aufblühen und neue entstehen.

Dienstags stand eine durch GPS und Apps unterstützte Stadtrallye durch Fécamp auf dem Plan. Hierbei konnten auch Teile der Stadt erkundet werden, die man bis dahin noch nicht gesehen hat. Die Schülerinnen und Schüler besichtigten eine schöne Altstadt, eine imposante Kathedrale, zahlreiche Geschäfte und den Leuchtturm. Abgerundet wurde der abwechslungsreiche Tag mit einem Badmintonturnier in der Sporthalle des Collège. Wie auch an den anderen Tagen standen der Nachmittag und Abend zur freien Verfügung.

Mittwochs wird in Frankreich, im Gegensatz zu den anderen Wochentagen, nur bis mittags unterrichtet. Somit endete das schulische Programm an diesem Tag auch schon um 12 Uhr. Eine interessante Wanderung entlang der Kreidefelsen mit vielen Fakten über die Entstehung dieser riesigen Felsenwand füllte den Vormittag. Das Nachmittagsprogramm der Schülerinnen und Schüler war vielfältig: Vom Besuch eines Vergnügungsparks bis zur Besichtigung größerer Nachbarstädte war alles dabei.

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Der vorletzte Tag führte die deutschen und französischen Jugendlichen gemeinsam in die 150 km entfernte Stadt Caen, in der die Schülerinnen und Schüler nach einer Burgbesichtigung shoppen durften. Diese Angebot wurde gut und gerne angenommen: Der Bus war aufgrund unzähliger Tüten mit Klamotten und Geschenken für die Familien zu Hause einige Kilo schwerer. Auf dem Rückweg nach Fécamp bekamen die Deutschen die Chance die Stadt Honfleur anzuschauen. Der Besuch war jedoch kurz, da für 18.00 Uhr die Abschiedsfeier am Collège angekündigt war. Dies bedeutete, die richtig Kleidung für den Anlass auswählen, Schminke überprüfen und vor allem aber, sich auf den Überraschungstanz vorzubereiten, der in mühevoller Arbeit von einigen Deutschen extra für die Abschlussfeier unter der Regie der Gebhardshainer Schülersprecherin Cagla Aydöre einstudiert wurde.

Nach der Abschiedsrede des Direktors und den betreuenden Lehrern war es dann soweit und mit ganz viel Adrenalin im Körper boten die deutschen Tänzerinnen und Tänzer einen sagenhaften Auftritt, der viel Applaus erntete. Es folgten der Sturm auf das von den französischen Gasteltern vorbereitete Buffet und die letzten Gespräche zwischen den zu Freunden gewordenen Deutschen und Franzosen. Zwei Stunden später mussten schweren Herzens die Koffer gepackt werden.

So schnell war der Abreisetag gekommen. Mit gepackten Koffern und Rucksäcken gab es einen tränenreichen Abschied, den alle so schnell nicht vergessen werden.

Auch wenn anfangs in Einzelfällen etwas Heimweh aufkam und die ungewohnte Situation in einem fremden Zuhause nicht immer leicht war, so wurden die deutschen Schüler wie Familienmitglieder aufgenommen – eine Schülerin durfte sogar am Familienritual teilnehmen und zählt somit offiziell jetzt zur Familie.

Die Entstehung enger Bindungen, neuer Freundschaften, das Anwenden der eigenen Französischkenntnisse und das Kennenlernen der etwas anderes Kultur waren das Ziel des Austauschs, der als voller Erfolg verbucht werden kann. Private gegenseitige Besuche sind schon jetzt geplant und dank der modernen Medien wird der Kontakt hoffentlich noch lange bestehen bleiben.

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Schüler und Lehrer freuen sich schon auf den nächsten Austausch – eine so tolle Freundschaft lohnt sich, intensiv gepflegt zu werden. Ein herzlicher Dank gilt unserem tollen Busfahrer Albert, der uns nicht nur mit seinem immensen Wissen über die Normandie begeistert hat, sondern für alle Beteiligten mit Rat und Tat zur Seite stand.

Bis zum nächsten Mal – à la prochaine fois!


10.04.2018

Betriebspraktikum I

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20.04.2018

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30.04.2018

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